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DOSB plant Arbeitsmarkt für Trainer: Fünf Säulen und ein „Career Hub Leistungssport“

Der Deutsche Olympische Sportbund will den Trainerberuf zu einem geregelten Arbeitsmarkt machen. Silke Kassner, Personalentwicklerin im Geschäftsbereich Leistungssport, nennt fehlende Mindeststandards für Vergütung, Arbeitszeit, Reisezeiten, Befristung und soziale Sicherung als Kernproblem und skizziert ein Fünf-Säulen-Modell mit Berufsbildern, Bildungsarchitektur, Beschäftigungsstandards, Arbeitsmarktsteuerung und Karrieremanagement, dazu einen digitalen Career Hub.

Von Judith Marbach, Redaktion Coachnation: Förderung, Regeln, Markt, Zertifikate, Köpfe der Weiterbildung

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) arbeitet an einem Arbeitsmarkt für Leistungssportpersonal, und Silke Kassner, Referentin für Personalentwicklung im Geschäftsbereich Leistungssport, hat am 13. Oktober 2026 in drei Fragen erklärt, was das heißen soll. Ausgangspunkt ist ein Befund: Für Trainerinnen und Trainer fehlen „Mindeststandards für Vergütung, Arbeitszeit, Reisezeiten, Befristung, soziale Sicherung“, und Karrierewege sind „derzeit wenig transparent“.

Das Projekt ruht auf fünf Säulen: Berufsbilder, die beschreiben, was ein Trainer auf welcher Stufe leistet; eine Bildungsarchitektur, die diese Stufen mit Abschlüssen hinterlegt; Beschäftigungsstandards für Verträge; eine Arbeitsmarktsteuerung, die Bedarf und Angebot zusammenbringt; und ein Karrieremanagement für den Weg vom Nachwuchstrainer zum Bundestrainer und darüber hinaus. Kassner verlangt „einen durchgängigen berufsqualifizierenden Bildungsweg“ und einen digitalen „Career Hub Leistungssport“, über den offene Stellen, Qualifikationen und Wechsel sichtbar werden. Die Konsequenz aus den heutigen Problemen beschreibt sie nüchtern: Ohne Standards verliert der Sport qualifizierte Leute an andere Branchen.

Das Interview erschien zeitgleich mit einem Gespräch mit Bundesstützpunkttrainerin Christine Adams, die eine anerkannte Ausbildung und entfristete Verträge fordert.

Was das für Coaches heißt

Das Fünf-Säulen-Modell ist eine Vorlage, die sich auf jede Berufsgruppe ohne geregelte Laufbahn übertragen lässt, Coaching eingeschlossen: Wer in seinem Verband über Professionalisierung diskutiert, kann die fünf Begriffe als Gliederung nehmen. Konkreter wird es für Coaches, die im Sport arbeiten: Der DOSB wird für Bildungsarchitektur und Karrieremanagement Partner brauchen, und Anbieter mit Erfahrung in Kompetenzmodellen und Laufbahnberatung sollten sich jetzt bei den Spitzenverbänden bekannt machen, bevor die Ausschreibungen kommen.

Quelle

Laut Coachnation

„Der Deutsche Olympische Sportbund will den Trainerberuf zu einem geregelten Arbeitsmarkt machen. Silke Kassner, Personalentwicklerin im Geschäftsbereich Leistungssport, nennt fehlende Mindeststandards für Vergütung, Arbeitszeit, Reisezeiten, Befristung und soziale Sicherung als Kernproblem und skizziert ein Fünf-Säulen-Modell mit Berufsbildern, Bildungsarchitektur, Beschäftigungsstandards, Arbeitsmarktsteuerung und Karrieremanagement, dazu einen digitalen Career Hub.“

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