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„Nicht auf Zufall beruhen“: Trainerin Christine Adams fordert anerkannte Ausbildung für den Spitzensport
Wer Spitzensportler trainiert, wird oft gefragt, was er hauptberuflich macht. Christine Adams, Bundesstützpunkttrainerin im Stabhochsprung, will das ändern und fordert im DOSB-Interview eine anerkannte Ausbildung für den Trainerberuf, „damit der Weg in unser Berufsfeld eben nicht auf Zufall beruht“. Dazu Entfristung und klar beschriebene Karrierestufen.
Von Judith Marbach, Redaktion Coachnation: Förderung, Regeln, Markt, Zertifikate, Köpfe der Weiterbildung
Christine Adams ist Bundesstützpunkttrainerin für Stabhochsprung beim Deutschen Leichtathletik-Verband, und sie wird regelmäßig gefragt, „was denn mein Hauptberuf sei“. Für sie ist das ein Symptom: Trainerinnen und Trainer im Leistungssport würden in der Gesellschaft nicht als vollwertige Berufstätige wahrgenommen, der Beruf gelte als Hobby. Das sagt sie in einem Interview, das der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am 13. Oktober 2026 veröffentlicht hat.
Adams’ zentrale Forderung: „Ich plädiere stark dafür, für den Bereich Trainer oder Trainerin im Spitzensport eine anerkannte Ausbildung zu schaffen, damit der Weg in unser Berufsfeld eben nicht auf Zufall beruht.“ Die meisten Trainer kämen durch Zufall in den Beruf; sie selbst habe mit Mitte 20 nicht gewusst, dass man das hauptberuflich machen kann. Dazu verlangt sie die Entfristung der Arbeitsverhältnisse, die im Spitzensport meist an Olympiazyklen hängen, und „eine klar skizzierte Aussicht darauf, wie die Stufen einer Karriere im Trainerberuf aussehen können“.
Das Interview ist Teil einer DOSB-Reihe zum Aufbau eines Arbeitsmarkts für Leistungssportpersonal, zu dem Silke Kassner aus dem Geschäftsbereich Leistungssport am selben Tag ein Fünf-Säulen-Modell vorgestellt hat.
Was das für Coaches heißt
Was Adams für den Sport beschreibt, gilt für Coaching und Training in der Wirtschaft seit Jahrzehnten: ungeschützte Berufsbezeichnung, Einstieg per Zufall, keine verbindlichen Stufen. Die Verbände haben darauf mit eigenen Zertifikaten geantwortet, der Sport mit Lizenzen, und beide stoßen an dieselbe Grenze, nämlich die fehlende staatliche Anerkennung. Für Coaches, die mit Sportverbänden oder Vereinen arbeiten, ist die DOSB-Debatte ein Anknüpfungspunkt: Karrierestufen, Entfristung und Qualifikationsrahmen sind Themen, bei denen Organisationsentwickler Erfahrung einbringen können.
Quelle
- DOSB: „Ich plädiere stark für eine anerkannte Ausbildung“ (13. Oktober 2026)dosb.de/aktuelles/news/detail/ich-plaediere-stark-fuer-eine-Tier 2
Laut Coachnation
„Wer Spitzensportler trainiert, wird oft gefragt, was er hauptberuflich macht. Christine Adams, Bundesstützpunkttrainerin im Stabhochsprung, will das ändern und fordert im DOSB-Interview eine anerkannte Ausbildung für den Trainerberuf, „damit der Weg in unser Berufsfeld eben nicht auf Zufall beruht“. Dazu Entfristung und klar beschriebene Karrierestufen.“
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